Die Hochstubaihütte

Sie ist die kleinere unserer beiden Sektionshütten in Tirol. Während die 1. Dresdner Hütte bereits 1875, zwei Jahre nach der Gründung unserer Sektion, unterhalb des Stubaier Gletschers gebaut wurde, entstand die Hochstubaihütte erst nach dem 1. Weltkrieg. Ihre Eröffnung wurde 1938 gefeiert. Impressionen vom Hüttenjubiläum 80 Jahre Hochstubaihütte sind hier zu sehen.
Weshalb die Hütte ebenfalls in den Stubaier Alpen entstand, kann hier nicht geklärt werden, der Grund für den Bau ist jedoch klar: Die Sektion Dresden hatte im 19. Jahrhundert noch vier Hütten in Südtirol und dem Trentino gebaut. Nach dem 1. Weltkrieg wurden diese Hütten dem Italienischen Alpenklub C.A.I. übergeben.Die Mitglieder beschlossen daher in den 1920er Jahren wieder eine hochalpine Hütte zu bauen und diese entstand auf der Wildkarspitze in den Stubaier Alpen.

Für die Sektionsmitglieder ist es heute wichtig zu wissen, dass unsere alten Sektionshütten in Südtirol und Trentino nach mehrfachen Um- und Ausbau nach wie vor allen Bergfreunden zur Verfügung stehen.

Die Hüttenbücher belegen, dass nach der Eröffnung der Hochstubaihütte bis in die 1950-Jahre nur wenige Gäste hier oben waren. Zeitweise wurde sie von Ötztaler Bergfreunden vor Vandalismus geschützt. Den Bergfreunden der Sektion Dresden - Sitz Böblingen ist es zu verdanken, dass die Hochstubaihütte wieder eine voll funktionsfähige DAV-Hütte auf der Wildkarspitze neben dem Wütenkarferner wurde.

Nach der Rückführung des Sitzes unserer Sektion nach Dresden im Jahre 2000 wurde auch die Verantwortung für die Hochstubaihütte nach Dresden abgegeben und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! als Hüttenwart vom Sektionsvorstand bestimmt. Unter seiner Leitung wurde die Hütte in den vergangenen Jahre kontinuierlich an die aktuellen ökologischen Anforderungen angepasst. Dabei werden alle Arbeiten, die nicht von Fachfirmen ausgeführt werden müssen, von Sektionsmitgliedern bei Arbeitseinsätzen ausgeführt. Dies betrifft auch die jährliche Hütteneröffnung sowie die immer wieder notwendige Erneuerung der Zugangswege.

Der materielle Aufwand zum Betreiben der Hütte ist groß. Die Hütte wird komplett mit dem Hubschrauber versorgt und entsorgt, die Anzahl der Übernachtungen in der kurzen Hüttensaison ist gering. Der wirtschaftliche Betrieb ist nur in Verbindung mit der großen Dresdner Hütte, die per Luftlinie nur 6 km entfernt liegt, zu betreiben.